Liederkranz Usenborn lädt zu einem Konzert mit dem Chor ´84 Obertshausen ein

GELNHAAR (hwo). "Glanzlichter des Chorgesangs" versprach der Usenborner Männergesangverein Liederkranz am Samstag im Bürgerhaus Gelnhaar, und das war wirklich nicht zu viel versprochen. Die Usenborner Männer und der eingeladene Chor ´84 Obertshausen boten ein Konzert, für das die zahlreichen Besucher nur lobende Worte fanden. "Ganz toll", "Superstimmen", "wunderschöner Abend" waren nur einige der Aussagen, die am Ende zu hören waren. Begonnen hatten die Gastgeber unter der Leitung von Chordirektor Matthias Schmitt mit der "Hymne an die Nacht" von Ludwig van Beethoven, gefolgt vom "Kloster Grabow" von Carl Loewe.
"Lauschen Sie auf die Texte der Lieder", hatte Vorsitzender Robert Wegener zuvor die Gäste aufgefordert, zu denen auch ihr Ehrenchorleiter Hartmut Fillsack, der Vorsitzende des Niddertal Sängerbundes, Hans Flach, sowie Pfarrerin Sabine Bertram-Schäfer gehörten. "Lassen Sie sich von den Stimmen und der Stimmung verzaubern", war der zweite Rat Wegeners, der zu befolgen leicht fiel. Im ersten Teil waren noch "Der frohe Wandersmann" von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die englische Volksweise "It was on a Monday Morning" und das deutsche Volkslied "Oh du schöner Rosengarten" von den Usenborner Männern zu hören.
Es folgte der Chor ´84 aus Obertshausen, der von Dr. Martin Trageser dirigiert wird. Der starke gemischte Chor war eine tolle Ergänzung zum einheimischen Männerchor. Auch hier wurden die Titel angesagt und - wenn fremdsprachlich gesungen - eine kurze Inhaltsangabe des Liedes gegeben. Dem "Cantate Domino" von Vytautus Miskinis folgte das "Ave Maria" von Fernando Moruja. "Give them the fingers" basiert auf einem Gedicht von William Shakespeare, und wunderschön anzuhören auch das "Hallelujah" von Leonard Cohen. Das deutsche Volkslied "Kein schöner Land" beschloss den ersten Teil des Konzertes. Es übernahm immer eine Stimme den Melodiepart, während die anderen als neunstimmige Begleitung abwechselten, ein ungewöhnlicher, anspruchsvoller Satz von Wolfram Buchenberg.
Nach der Pause eröffneten die Gastgeber mit der italienischen Volksweise "Funiculi, funicula", und bei dem irischen Volkslied "Londonderry Air" entführte nach den Worten von Robert Wegener "auch ohne Textverständnis die Melodie in eine ganz andere Welt". Die Zuhörer ließen sich bereitwillig entführen und genossen auch den frohen Wandersmann von Mendelssohn-Bartholdy und die Ballade aus Russland, "Stjenka Rasin". "Im Mondschein", ein romantisches Liebeslied, und das rhythmische Spiritual "Joshua fit the Battle of Jericho" rundeten den Auftritt des Liederkranz ab.
Der Gemischte Chor begeisterte auch im zweiten Teil mit seinen teils ausgefallenen Liedern. Mit dem "Play a simple melody" marschierten die Sängerinnen und Sänger singend durch den Saal auf die Bühne. Es folgten das von David Overton sechsstimmig gesetzte schottische Volkslied "Loch Lemond" und der argentinische Tango "Adios Nonino", ohne Text, aber umso schwieriger zu singen. Sehr schön auch die amerikanische Volksweise "Shenandoah" und lustig das "Manamana" - bekannt aus der Fernsehsendung "Muppets Show". Bei "Katrin" von den "Black Fööss" bewiesen die Sängerinnen und Sänger noch einmal, dass sie nicht nur tolle Stimmen, sondern auch schauspielerisches Talent haben.
Das große Finale war das von beiden Chören gemeinsam gesungene "The Blessing of Aaron" - ein wunderbarer Chorklang mit vielen guten Stimmen, die nicht nur die lauten, sondern auch die zarten Töne wunderbar beherrschen. Viel Applaus von den begeisterten Zuhörern dankte den Sängerinnen und Sängern.

Kreisanzeiger vom 31.03.09