Musikcorps gibt erstmals seit drei Jahren Herbstkonzert - Gesangverein „Liederkranz 1898“ als Unterstützung

(en). Nach drei Jahren Pause hatte das Musikcorps der Freiwilligen Feuerwehr Hirzenhain jetzt wieder zu einem Herbstkonzert eingeladen. Um dem Publikum etwas Besonderes bieten zu können, hatte sich das Corps durch Gastmusiker verstärkt und vorher ein Wochenendtraining in Lauterbach absolviert.

„Wir sind hier, um wunderbare Musik zu hören und das kann ich ihnen auch versprechen“, bekräftigte Moderator Jürgen Faust im Bürgerhaus in Hirzenhain zu Konzertbeginn. Nach einem tollen Vorprogramm, das 15 Musikerinnen und Musiker der Feuerwehrnachwuchsband „Brassfire“ unter der Leitung des Berufsmusikers Heinz Lang aus Ortenberg gestaltet hatten, hieß Faust die große Gästeschar, darunter Bürgermeister Freddy Kammer, die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Gabriele Stadelmann, den Ehrendirigenten Sepp Kolb und den Kreis- und Bezirksstabführer Paul-Heinz Eckhardt willkommen. Letzterer hatte eine Urkunde für Alexandra Baingo im Gepäck, er ehrte sie für ihre zehnjährige Musikertätigkeit. Eckhardt überbrachte aber auch einen Förderbetrag des Kreisstabführers, der jährlich an eine Musikgruppe der Musik treibenden Züge der Feuerwehren im Wetteraukreis für die Unterstützung der Vereinsarbeit und dem Engagement in der Feuerwehrmusik vergeben wird.

Mit dem Marsch „Hoch Heidecksburg“ eröffnete das Musikcorps das Hauptprogramm des Abends unter der Leitung von Dirigent Berthold Kaiser, um die musikbegeisterten Gäste sodann auf eine musikalische Reise durch ein an-sprechendes Repertoire der Feuerwehr-kapelle mitzunehmen. Es folgte eine Operetten-Ouvertüre von Rossini, bevor in „Drei lustige Gesellen“ die drei Tenorhörner, gespielt von Sven Welz, Wolfgang Domes und Thorsten Henes, ein gelungenes Solo präsentierten. Nach einem großen Potpourri mit südländischen Rhythmen beendete ein effektvoller Marsch „Mars der Medici“ den ersten Auftritt des Musikcorps. Als eine große Bereicherung für das Herbstkonzert stellten sich die Beiträge des Gesangvereins „Liederkranz 1898“ Usenborn heraus. Schon der Start ihres Programmteils im abgedunkelten Saal, bei dem sie sich unter das Publikum mischten, sorgte für große Begeisterung. Die Sänger hatten auch die Idee für das Motto des Abends, „Musik ist nicht nur Männersache“ geliefert.

Vorsitzender Robert Wegener brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Beiträge kein zu großer Schock für die anwesenden Damen sei, denn die Lieder seien ausschließlich den Männern, „dem starken Geschlecht“ gewidmet. Unter der Leitung von Matthais Schmidt sangen die mehr als 30 Akteure von „Naturburschen“, „Ehegeflüster“, „Starke Kerle“ und „Wie wir wirklich sind“. Sie hatten auch ein Bühnenspiel, „Das Haar in der Suppe“, inszeniert, bevor sie dem Publikum musikalisch eine „Speisekarte“ präsentierten. Wenig gourmetreich, dafür aber umso effektvoller erzählte das Lied „Don’t forget Zwiebelmett on the Fensterbrett“ was mit dem rohen Fleisch passiert, wenn man es auf dem Fensterbrett zu lange stehen lässt.

Weiter ging es im Programm des Herbstkonzertes des Musikcorps, bei dem die Gäste nicht mit Beifall geizten, mit dem „Florentiner Marsch“, einem „Peter-Maffay-Medley“, dem Stück „Halleluja“ und einem Potpourri russischer Melodien, bevor die Kapelle mit dem Schlussmarsch „Zum Städel hinaus“ ihren Auftritt beendeten.

Doch auch danach traten die Sänger aus Usenborn noch einmal in Aktion und setzten mit dem „Nachtwächterlied“ auch ihren musikalischen Schlusspunkt zu einem großartigen Konzert, das die musikbegeisterten Gästen nachhaltig für die dreijährige Pause entschädigte.

Artikel aus dem Kreisanzeiger vom 26.10.2011