Die Verleihung des Ehrenbriefes des Landes Hessen an Reinhold Rausch im Rahmen des Erntedankfestes und des Taufgottesdienstes seiner Enkelin in der Usenborner St. Laurentius-Kirche war eine große Überraschung für den Geehrten. Sein Freund Winfried Blum hatte ihn für diese Ehrung vorgeschlagen und alle Daten zusammengetragen, die für die Auszeichnung notwendig sind. Alle Beteiligten hatten bis zum Schluss dicht gehalten, nicht einmal Ehefrau Jutta hatte etwas mitbekommen. Rauschs Schwager Robert Wegener, Vorsitzender des „Liederkranz“ Usenborn, hielt eine rührende Laudatio: Reinhold Rausch ist in Usenborn geboren und war von Kindheit an in den Vereinen aktiv. Schon als Kind hatte er mit dem Fußballspielen begonnen, und sein Wirken für den KSG Usenborn hält bis heute an. Dazu kam schon früh die Aktivität in der Feuerwehr. Hier war Reinhold Rausch einer derjenigen, die die erste Jugendfeuerwehr gründeten und als Betreuer fungierten. Als Gründungsmitglied der Natur- und Vogelschutzgruppe war und ist er immer noch aktiv. Sein schauspielerisches Talent stellte er bei der Theatergruppe Usenborn unter Beweis und wirkte bei einigen Theateraufführungen mit. Seit vielen Jahren gehört Rausch dem Kirchenvorstand der evangelischen St. Laurentius-Gemeinde an, aktuell als dessen Vorsitzender. Ein großes Steckenpferd ist schon seit seiner Konfirmationszeit der Männerchor. Von 1984 bis 1989 war er zweiter Vorsitzender, von 1990 bis 2001 Vorsitzender und seit 2002 ist er wieder zweiter Vorsitzender des „Liederkranz“ Usenborn. Als gelernter Schriftsetzer war Reinhold Rausch immer wieder ein gefragter Fachmann, wenn es um den Satz und die Gestaltung von Schriftlichkeiten, Plakaten oder Handzetteln ging. Fast jede Festschrift in den letzten 30 Jahren ist wohl durch sein Zutun zu einem Schmuckstück geworden. Gekrönt wurde dies durch das Koch- und Heimatbuch der Landfrauen und natürlich durch das Festbuch anlässlich der 700-Jahr-Feier von Usenborn. Zurzeit gibt er mit seinem Redaktionsteam das Kirchenblättchen für Usenborn und Bergheim heraus. Seine Frau Jutta und seine ganze Familie haben ihn in der Ausübung seiner Ehrenämter immer unterstützt.